Lift
Wearable Technology im Krafttraining - Ein Konzept zur Verletzungsprävention
Wearbales sind inzwischen höchst leistungsfähige Analyse-Tools geworden, die zur Vermessung unserer gesundheits- und körperbezogenen Daten genutzt werden. Die fast unsichtbare Integration von Fitnesstrackern in unser Leben, gibt ihnen die Möglichkeit unser alltägliches Verhalten und die sportliche Aktivität zu dokumentieren und weisen dadurch ein enormes Potenzial zur Selbstvermessung, Unterstützung und Verbesserung der eigenen sportlichen Leistungsfähigkeit auf, wie es vor einigen Jahren nur Leistungssportlern vorbehalten war. Dieses leistungsverbessernde Potenzial bezieht sich allerdings ausschließlich durch die Vermessung von Kalorienverbrauch, Distanzen, Schrittzahlen und tägliche Aktivitätsprotokolle auf Ausdauersportarten.
Neben der Möglichkeit sich durch diese Sportarten sportlich aktiv und gesund zu halten, hat sich in den letzten Jahrzehnten die Fitnessindustrie nicht nur in Deutschland verbreitet und das Krafttraining für die breite Masse etabliert. Diese Sportart bietet ebenso hinreichende Methodiken den Bewegungsapparat zu stärken und die Gesundheit zu fördern. Betrachtet man allerdings die gegenwärtige Situation in den hiesigen Fitnessstudios fällt eines auf: In der Praxis des Krafttrainings weisen die Mehrzahl der Sportler Defizite in der Ausführungstechnik aus und trainieren mit erhöhtem Verletzungspotenzial. Dies ist einer der Gründe, warum gerade schleichende Überlastungsreaktionen in diesem Umfeld eine epidemiologisch hohe Relevanz erhalten. Meine Bachelor Thesis beschäftigt sich in diesem Rahmen mit dem potenziellen Möglichkeiten die Sensor-Kapazitäten von Wearables im Bezug auf dieses Problem zu nutzen und gleichzeitig ein leistungsspezifisches und verbesserndes Potenzial herauszustellen.
Bereich:
User Experience Design,
UI / Interaction Design,
Product Design
Team:
Hendrik Beyer
(Bachelor Thesis)
Lift macht sich den Trend der Digitalisierung zu Nutze und steht für einen langfristigen, sportlichen und gesundheitlichen Erfolg. Das Systemkonzept aus Wearbale (Sensor-Kapazität) und Applikation (Datenverabeitungskapazität) bietet eine fachliche und praktische Unterstützung durch eine langfristige Leistungsdokumentation, -diagnose und -analyse. Eine herkömmliche IMU trägt dazu bei, die Bewegungen während des Kraftsportes zu erfassen und somit Trainingseinheiten und -ausführungen im Kontext zum vergangenen sowie zukünftig geplanten Training zu analysieren. Dadurch kann Lift geplante Belastungen auf die eigenen Ziele und den körperlichen Ist-Zustand anpassen. Das direkte Feedback im Training soll nicht zuletzt eine Unterstützung für den vorherrschenden Personalmangel an Trainern Ersatz bieten.
Durch weitreichende Wireframes, Usability-Test sowie Prototyping wurde die auf dem mobilen Endgerät befindliche Applikation sowie die Usability des Gerätes selbst im Rahmen meines Bachelors so optimiert, dass die Benutzung von Lift während des Trainings in den Hintergrund tritt und intuitiv bedienbar macht.
Die Farbgebung, wie auch die Implementierung der drei typischen Koordinaten-Achsen (welche für die Sensor Technologie stehen) in den Namen, verbinden Modernität, Kompetenz und Präzision mit der Energie und Lebensfreude des Sport. Lift ist nicht zuletzt eine Ableitung der englischen Übersetzung von Krafttraining: ‘Weight Lifting’. Und um genau dieses Klientel, welches sich intensiv mit dem eigenen Körperkult beschäftigt oder gar schon körperlich Beschwerden / Verletzungen hatte, geht es.